Mittwoch, 20. Oktober 2021
Notruf: 112

Flutwelle rollt durch Krum und Zeil

Der dritte Einatz innerhalb nur einer Woche hatte es für die Schmachtenberger Wehr in sich. Nach starken Regenfällen mit 60 bis 70 Litern pro Quadratmeter am Freitag, 09.07.2021, von 3 Uhr morgens bis etwa 14 Uhr führten unter anderem dazu, dass der See in Altershausen überlief. Die Folgen für Krum und Zeil waren enorm.
Um 10:08 Uhr wurde die FF Schmachtenberg alarmiert. Zu dem Zeitpunkt war die Zeiler Wehr bereits an der Altach in Zeil damit beschäftigt Sandsäcke entlang den tiefer gelegenen Einfassungsmauern des Baches zu verbauen und Hauseingänge und Kellerschächte zu sichern. Das THW lieferte Sandsäcke an und der Bauhof unterstützte mit einem Radlader und einem Bagger. Zu dem Zeitpunkt ergossen sich die Wassermassen aber noch innerhalb des Bachbettes.
Gegen 11 Uhr wurden die Wehren aus Schmachtenberg und Ziegelanger nach Krum zur Verstärkung der dortigen Floriansjünger gesendet, da hier das Wasser immer höher stieg. Aus einer nahegelegenen Biogasanlage wurden Sandsäcke beigeschafft, mit denen sonst die Siloplanen beschwert werden. So wurde provisorisch versucht, Hauseingänge und Grundstückszufahrten mit Barrieren aus Folien und Sandsäcken abzudichten. Das Wasser stand da entlang des Baches teilweise schon knietief auf der Straße.
Die FF Schmachtenberg wurde dann am Antoniusheim eingesetzt. Durch eine einen Wall aus Folie und Sandsäcken am Zugang zum Grundstück wurde das Nachlaufen weiteren Wassers verhindert und mit der Tragkraftspritze und dem von der Versicherungskammer Bayern gespendeten Flachsaugkorb das Wasser aus dem Hof abgepumpt. So konnte erreicht werden, dass nur im Küchenbereich ein bis zwei Zentimeter hoch das Wasser stand. Der Saal mit dem Parkettboden blieb trocken. Als gegen 14:00 Uhr das Wasser zurück ging, konnte in Absprache mit der FF Krum die Einsatzstelle verlassen werden. Die Scheitelwelle bahnte sich derweil ihren Weg nach Zeil, wo das schlimmste erst noch bevor stand.
In Zeil stieg das Wasser derweil so hoch, dass Bachrahm und Entenweidgasse sowie Teile der Judengasse und der Langen Gasse unter Wasser standen. Das THW aus Forchheim war mit Hochleistungspumpen vor Ort.
So Stand für die Schmachtenberger Wehr als nächste Einsatzstelle die Mühle im Brühlweg und angrenzende Wohngebäude auf der Agenda. Hier konnte erst nach einer Erhöhung der Bachmauer mit Sandsäcken mit dem Abpumpen begonnen werden, da sonst zu viel Wasser nachgelaufen wäre. Zum Glück begann auch hier der Bachpegel nach einiger Zeit zu fallen. Während noch Wasser aus den Häusern gepumpt wurde, konnte wenig später schon unter Mithilfe der Anwohner mit der Reinigung der Straße begonnen werden. Mit einem Stromaggregat wurden die Anwohner zudem unterstützt, da der Srom ausgefallen war und ein privat vorhandener Nasssauger so betrieben werden konnte, um verbliebene Pfützen aus den Wohnräumen zu entfernen.
Letzter Einsatzort war ein Haus direkt am Bachrahm, wo zwei Kellerräume vollgelaufen waren. Am Ende musste noch das Material aufgeräumt, Schläuche zum Trocknen aufgehängt und das Fahrzeug wieder bestückt werden. So ging ein langer Einsatztag für die FF Schmachtenberg gegen 21:40 Uhr zuende.
Da hatten die Anwohner jedoch noch alle Hände voll zu tun, um zerstöre Einrichtungsgegenstände aus den Häusern zu schaffen usw. Da in einem Gebäude ein alter Öltank ausgelaufen war, war zudem die FF Sand mit der Ölwehr-Ausrüstung des Landkreises Haßberge noch bis etwa 1 Uhr nachts vor Ort, um das Öl abzusaugen und den Keller leer zu pumpen.

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